Die Hansens
von Marie Hansen
Es hat mir Freude gemacht ein wenig nach den Ahnen zu forschen. Eine Chronik schreiben kann ich nicht, aber ich möchte für Andreas [Enkelkind von Marie H.] niederschreiben, was ich erfahren und erlebt habe.
Um über die Urahnen meines Schwiegervaters etwas zu erfahren, fuhr ich zunächst nach Munkbrarup (Kr. Flensburg). Die Hansens stammen aus der Ortschaft Himmershoi, zur Kirche Munkbrarup gehörend. 50 Jahre führte der heute 78 jährige pensionierte Lehrer Stüdtje die Kirchenbücher. Sein Katalog erfaßt alle Einwohner von 1700 bis heute. Von ihm erfuhr ich, daß die alte Kate der Hansens, die auch eine Schmiedewerkstatt enthielt, noch erhalten ist. Sie ist heute von einer Familie Reimers bewohnt. Himmershoi ist ein sehr kleines Dorf.

Oluf Hansen, auch Ole genannt, wurde 1719 in Himmershoi geboren. 57 jährig starb er am 30. 8. 1776. Er war Kätner und Kleinschmied. Er war mit einer Jütländerin verheiratet. Elisabeth Christiansen, geboren 1719, schenkte ihm 6 Kinder.
1. Hans Olufsen Hansen. Er wurde Kleinschmied beim Vater.
2. Meta Chatarina, wurde blind geboren und blieb ledig.
3. Hans Hansen, geb. 29. 4. 1765, starb am 10. 6. 1667.
4. Maria Dorothea, geb. 28. 12. 1766, starb 23. 3. 1769.
5. Maria Sophia, geb. 7. 10. 68 heiratete am 29. 11. 1800 den Landwirt Peter Christophersen aus Munkbrarup. Maria Sophie starb 26. 11. 1819 im Kindbett. Das Kind wurde tot geboren.
6. Lorenz Hansen geb. 28. 3. 1771 in Himmershoi. Sein Vater Oluf Hansen starb, als er 5 Jahre alt war. Der Landwirt Johann Thorwaldt, geb. 1727, adoptierte den kleinen Lorenz. Thorwaldt war mit einer Schwedin Johanna Kleinschied verheiratet. Sie starb früh bei der Geburt ihres ersten Kindes. Das Kind war nicht lebensfähig. Am 21. 11. 77 heiratete Thorwaldt die Witwe Elisa Hansen, geb. 1729 aus Munkbrarup. [hier liegt ein Fehler vor, siehe Elisabeth Christiansen] Sie hatten zusammen 1 Sohn, Peter, geb. 24. 9. 1778. Peter u. Lorenz sollen besonders liebevolle Brüder gewesen [sein]. Einer spielte nie allein. Johann Thorwaldt starb am 9. 12. 1803. Seine Frau Elisa lebte noch bis zum 16. 12. 1815.
Lorenz Hansen, Thorwaldt heiratete am 9. 5. 1804 Christina Margerethe Jensen, geb. 1781. Sie war eine Tochter des Landwirts Asmus Jensen in Mariengaard bei Grundhof. Ihre Mutter hieß Adelheid Jochumsen aus Nordballig.
Lorenz Hansen und Christine hatten 3 Kinder.
1. Hans Hansen, geb. 13. 2. 1805 in Himmershoi. Hans ist am 30. 10. 1812 im Hausteich ertrunken.
2. Jens Hansen, geb. 13. 2. 1812 also ein Zwillingsbruder, lebte nur bis zum 18. 4. 1805.
3. Hans Hansen, geb. 1. 6. 1806 starb noch am Tage seine Geburt.
Im 26. Lebensjahr starb am 26. November 1807 seine Mutter Christina Hansen.
Lorenz Hansen heiratete bald darauf die Landwirtstochter Dorothea, Sophia Philipsen aus Twedterholz (bei Adelby). Aus dieser Ehe stammen 3 Kinder.
1. Jens Hansen, geb. 14. 11. 1808 in Himmershoi.
2. Lorenz Hansen, geb. 29. 5. 1811 in Himmerhoi.
3. Hans Hansen, geb. 31. 10. 1813.
Am 16. 5. 1814 starb Lorenz Hansen. Seine Söhne Jens und Hans wurden vom Landwirt Gulbrand Lassen großgezogen. Der kleine Lorenz blieb bei seiner Mutter bis sie starb.
Hans Hansen geb. 31. 10. 1813 wurde am 3. 11. 1813 in der Kirche zu Munkbrarup getauft. Damals wohnten seine Eltern in Himmershoi. Am 2. 4. 1836 heiratete er Anna Catharina Maria Hansen, Tochter des Kätners Christian Heinrich Hansen und dessen Ehefrau Catharina Luzia, geb. Andresen aus Freienwillen bei Langballigholz. Zu Anfang ihrer Ehe wohnten sie in Freienwillen, zogen aber bald nach Unewattfeldt bei Grundhof.
Vier von ihren neun Kindern starben bald nach der Geburt. Es blieben am Leben:
1. Nis Christian Henning Friedrich Hansen, geb. 12. 1. 1839 in Unewattfeld
2. Catharina Dorothea
3. Catharina Marie, lebte in Nordballig und wurde etwa 1919 mit Bruder August zusammen beerdigt.
4. Hans
5. August blieb ledig u. starb im Krankenhaus Flensburg.
Um 1840 zogen sie nach Freienwillen zurück in ihr Elternhaus.
Dort starb 66 jährig Catharina Maria am 1. 4. 1883.
Nis, Christian, Henning, Friedrich war Kätner wie sein Vater, der 80 jährig am 30. 11. 93 starb.
Nis heiratete am 20. 4. 1874 die Tochter des Kätners Johann Martin Schabel aus Schafflundfeld. Schafflundfeld gehört zum Kirchspiel Nordhackstedt. Catharina Lucia geb. am 21. 6. 1848 wohnte zunächst mit ihrem Nis in Dollerup. Aber schon in [den] ersten Lebensjahren zogen sie nach Haveholz. Haveholz gehört zum Kirchspiel Esgrus. Ihre drei Kinder wurden auch dort geboren.
1. Catharina
2. Hans, geb. am 23. 9. 1877.
3. Emma Maria
In der Kirche zu Esgrus wurde Hans Hansen getauft. Haveholz ist ein sehr kleines Dorf. Es gehört zu der Gemeinde Brunsholm.
Somit bin ich bei meinem Schwiegervater angelangt, dessen Leben sich größtenteil in und um Haveholz abspielte.
Sein Vater starb knapp 46 jährig in Haveholz. Die Todeursache konnte ich nicht erfahren. Seine Mutter wurde 87 Jahre alt, starb am 9. 1. 1935. Sie liegt neben ihrem Mann auf dem Friedhof in Esgrus.
In der Kirche zu Esgrus heirateten meine Schwiegereltern am 29. 3. 1902. Schwiegermutter war die Tochter des Kätners und Holzschuhmachers Friedrich Ludwig Siegfried Hansen aus Niebye bei Gelting, geboren im Jahre 1874 am 8. 6. Schwiegermutter verlor ihre Mutter am 11. 3. 1917 und den Vater am 11. 8. 1922. Sie wurden in Gelting beerdigt.
Am 10.7.1902 wurde mein Mann Christian Friedrich Hansen geboren. Nach einem Jahr kam am 23.6.1903 seine Schwester Dora Catharina dazu. Die Eltern wohnten damals in Hunbye [richtig: Hunhoi, P.H.] bei Haveholz [richtig: zwischen Niesgrau und Gelting]. Das Dorf liegt hübsch und klein in der Geltinger Bucht.
Schwiegervater war Kätner und arbeitete auf einem Hof. Sie besaßen ein kleines Boot, das auch für den Fischfang gebraucht wurde. Sonntags ruderten sie gern über die Bucht nach Busiek zu den Großeltern, den Hansens auf der Birk. So auch zu Pfingsten 1906. Schwiegernmutter machte ihre Zöglinge hübsch und setzte sie mit neuen Strohhüten angetan ins Boot, derweil sie und Vater sich auch schön machten. Die beiden Kleinen haben wohl etwas Langeweile gehabt. Sie untersuchten eingehend die neuen Hüte. Christian fand auch ein loses Endchen, an dem er zog, bis die Krempe bis an das Kopfteil weg war. So verfuhren sie dann auch mit Doras Hut. Während Schwiegermutter bei dem Anblick fast in Ohnmacht fiel, hat Schwiegervater schallend gelacht, was die Kinder nur zu gern mitmachten. Doch Mutter war danach das ganze Pfingstfest verdorben.
So waren die Charakter der Eltern sehr verschieden. Schwiegervater, ruhig, bescheiden, gutmütig alles über sich ergehen lassend, Schwiegermutter sehr rege, etwas stolz und strebend mit selbstbewußtem Auftreten. Beide aber einig in dem Bestreben, den Kindern eine bessere Zukunft zu schaffen.
So kauften sie sich 1907 die kleine Landwirtschaft "Ochsenkoppel" in Stangheck. Es gehörten 7 ha. Land dazu. Sie brachten 4 Kühe u. eine tragende Sau mit. Schwiegervater arbeitete nebenbei noch auf dem Mariannehof. Aber seit dem 1. 10. 1907 waren sie Besitzer einer kleinen Landwirtschaft. Später haben sie vom Mariannenhof, dessen Ländereien an ihre angrenzten, 2 ha. dazu erworben.
Die beiden Kinder kamen in die zweiklassige Volksschule nach Stoltebüll. Der nächste Schulweg führte über ihre eigenen Koppeln.

Die Personen stellen die Vorbesitzer dar.
Als dann der Krieg ausbrach, mußte Vater, bei den schweren Kanonen (dicke Berta) ausgebildet, erst nach Berlin und dann in Elsass (Straßburg), um die Schlachten bei Verdun usw. mitzumachen.
Inzwischen gab es noch ein Pferd auf dem Hof. Christian mußte früh das Pflügen und alle anderen landwirtschaftlichen Arbeiten lernen. Wohl zu früh mußte er schwere Arbeit tun, die ihm die Lust an der Bauernarbeit gründlich austrieb. So hatten seine Lehrer und Mutter es nicht schwer, ihn für den Lehrerberuf zu begeistern, obwohl er lieber einen Handwerkerberuf erlernt hätte. 1918 nach der Volksschule kam er also nach Kappeln zur Präparandenanstalt. Die Nachkriegsjahre waren für alle schwere Jahre. Vater aber war zum Glück gesund aus dem Krieg nach Hause gekommen.
Nach erfolgreicher Zeit vom Jahre 1918 - 1921 ging es dann nach Eckernförde ins Lehrerseminar, von 1921 - 1924. Leider waren dann plötzlich zu viele Lehrer da. So begannen nach vollendeter Ausbildung 4 Jahre des Wartens.
Es begann für viele die Zeit der Arbeitslosigkeit. Genau wie heute 1977. Christian überbrückte diese Jahre als Bürogehilfe bei der Firma Carstensen in Süderbrarup. Während dieser Zeit lernten wir uns kennen. Ein Besuch zum Schleswiger Jahrmarkt bei Regenwetter (1926) brachte uns näher. Wir waren uns bald darüber klar, daß wir zusammen bleiben wollten.
Vom Februar bis Oktober 1928 hospitierte Christian an der 9 klassigen Volksschule Süderbrarup. Es folgten dann je ein halbes Jahr Hilfslehrerzeit an der Landwirtschaftsschule Kappeln, Volksschule Schacht-Audorf, Kiel-Hassee und Fockbek. In Fockbek haben wir uns 1929 verlobt.
Dora, Christians Schwester, heiratete im Juni 1929 den Landwirt Heinrich Nielsen, Sohn des früheren Kaufmanns und Bäckermeisters Nielsen, Stangheck. In Stangheck wurde die Abnahme an das vorhandene Haus angebaut. Die Schwiegereltern bezogen das Altenteil.

Ostern 1930 bekam Christian die erste planmäßige Stelle an der einklassigen Volksschule in Bargstall. Am 3.1.1930 hatten wir geheiratet. In den Osterferien wurde am Ostersonntag unser Sohn Fritz geboren. Pfingsten zog ich dann mit Fritz zu Christian nach Bargstall. Oma und Opa Stangheck besuchten uns im Sommer und brachten die ersten Bilder vom Stanghecker Haus. Man sieht deutlich den Anbau, der hinten zum Garten hin ein großes Schlafzimmer enthält.
Jetzt war Oma Hansen zufrieden, daß sie ihre Kinder versorgt hatte. Zur Nachfeier der Hochzeiten lud sie sich einige Familienmitglieder ein. Auf dem Bild (unten) sieht man sie mit ihren beiden einzigen Schwestern. Es ist übrigens das einzige Photo von Oma, das es gibt. Alle Aufnahmen, die Christian von ihr machte, hat sie verbrannt. So habe ich Dora die Originalaufnahme gegeben. Unteres Bild ist eine Kopie.

Uns war leider nur ein Jahr Ruhe in Bargstall beschieden. Um die Arbeitslosigkeit abzubauen, begann man Junglehrer in den Osten zu versetzen. Uns bewahrte nur die bevorstehenede Geburt unseres 2. Kindes vor der Versetzung nach Allenstein. Die Planstelle wurde Christian abgenommen. Wir zogen nach Missunde, wo in der Schule eine Vertretung nötig war. Dort wurde am 1. Mai 31 unser Heinz geboren. Wir wurden Reisende wie Zigeuner. Es folgten Hilfslehrerstellen Kosel, Bojum und Hattersbüllhallig. Die Hälfte unserer Möbel ließen wir in Kappeln bei einer Spedition stehen.
Hattersbüllhallig war eine Zwergschule mit 5 Kindern. Dort fand Christian Zeit für die Vorbereitung zur 2. Lehrerprüfung. Das Sommerhalbjahr in dem kleinen Häuschen war fast eine Erholung. Nur das Geld, 165,- RM monatlich für 4 Personen, war ziemlich knapp. Die Umzüge kreuz und quer durch Schleswig-Holstein waren teuer. Es gab damals noch für die Junglehrer keine Beihilfen. Wir zogen alle halbe Jahr pünktlich um. Mit Lastwagen und Onkel Heines Hilfe klappte es fast immer.
Schule Hatterbüllhallig 1933
Bei Sturm und Regen zog ich mit Onkel Heines und Opas Hilfe von Hattersbüllhallig am Gotteskoogsee im Oktober 1933 nach Tielenhemme um. Christian hatte schon einige Zeit vorher den Dienst in Tielenhemme angetreten. Es war wieder eine planmäßige Stelle. Im Februar 1934 machte Christian seine Zweite Lehrerprüfung mit dem Prädikat 'Gut'. Damit kam dann auch die feste Anstellung als Beamter. Es waren aufregende Prüfungstage. Günter war gerade 5 Tage alt, ich lag noch im Wochenbett. So mußten die beiden Omas und Anna eigens kommen, um die hohe Prüfungskommission zu verpflegen.
Christian war nun eine gefragte Persönlichkeit geworden. Junge Kollegen möchten es ihm gerne nachmachen. So war täglich neuer Besuch da. Von verschiedenen Orten kamen dann auch die Bürgermeister, um ihn abzuwerben.
So stand dann eines Tages auch der Bürgermeister von Schalkholz, Kr. Dithmarschen, vor der Tür und ging nicht eher, bis ich Christian aus dem Mittagsschlaf holte und er ihn für die Schulleiterstelle in Schalkkholz gewonnen hatte. So zogen wir denn zum neunten Male um, kurz vor Hitlers Geburtstag 1935.
In Stangheck wurde im Dezember 1931 bei Nielsen die kleine Marta geboren. Fritz, nach wie vor Oma Hansens Liebling, war oft wochenlang in Stangheck. Wir hatten uns in Schalkholz ganz gut mit dem Bürgermeister und Meieristen angefreundet und einen Kartenklub angefangen.
Der Bürgermeister und seine Frau wollten gern Stangheck kennenlernen und so brachten wir gemeinsam mit dessen Auto den Fritz für die Sommerferien zu Oma und Opa. Onkel Heine hatte inzwischen 2 Pferde, wie man sieht und Opa fuhr den Milchwagen für die Gemeinde.
Die Zeiten wurden immer unruhiger. Wir hatten keine Arbeitslosigkeit mehr, dafür aber den Arbeitsdienst und leider den Wehrdienst. Christian war aber schon zu alt für den Wehrdienst. Dafür waren wir froh. Unsere Junglehrer mußten sehr oft Reservedienst machen. Dann kam die Zeit der Judenverfolgung und dann der Krieg. Wir hofften alle auf ein schnelles Ende des Krieges, aber leider ...
Am 27. 6. 1941 wurde unser Peter geboren. Christian war tief enttäuscht, er hätte so gern ein Mädchen gehabt.
Die Jungs hatten sich einige Kaninchen angeschafft. Christian verspürte plötzlich auch Lust auf Kaninchenzucht. So hatten wir, als er 1943 Soldat wurde, über 120 Angorakaninchen im Stall. Schön war es nicht, zumal sie geschoren werden mußten und für die Küche untauglich waren. Sie schmeckten widerlich.
Im Sommer 1943 war meine Mutter ein paar Wochen bei uns. Sie mochte Schalkholz nie gern. Weil sie sehr oft die Kinder meiner Schwester bei sich hatte, kam sie dann nie mehr zu uns.
Während Christian noch im ersten 1/4 Jahr seine Ausbildung als Sanitäter machte, passierte das erste Unglück mit Fritz. Beim Aussteigen aus dem Schulbus von Heide trat das Beingelenk aus der Hüftschale. Christian, der auf Kurzurlaub war, lieh sich beim Bürgermeister Pferd und Gig und fuhr mit ihm zum Arzt nach Tellingstedt. Von dort kam er dann ins Krankenhaus nach Heide. Von oben bis unten wurde er eingegipst für 9 Monate. Er hatte furchtbare Schmerzen gelitten. Das gleiche Leiden passierte ihm im Sommer 1944 mit der anderen Hüfte. Mit der Schule war es dann aus. Mit Heinz zusammen wurde er Ostern 1945 konfirmiert. Fritz lernte in Heide Meierist und Heinz kam nach Oesterdeichstrich in die Schmiedelehre.
Ich hatte nach dem Krieg die Spar- und Darlehnskasse als Rendantin übernommen. Neben dem Handarbeitsunterricht in der Schalkholzer Schule hatte ich 1 bis 2 Lehrerinnen zu versorgen. So vergingen mir bei der vielen Beschäftigung mit Haushalt und Garten die schweren Jahre. Das Warten auf die Heimkehr von Christian war das Schlimmste.
Mit der Währungsreform kam neue Arbeit und neue Sorgen - 1949 ein Kasseneinbruch und die Arbeitslosigkeit von Heinz - dazu. Die 3 Familien aus dem Osten in meiner Wohnung brachten auch keine Hilfe oder Freude. Günter wurde 1949 konfirmiert. Er begann in Wesselburen eine Tischlerlehre. Leider starb sein Meister nach 1 1/2 Jahren. Die Suche nach einer neuen Lehrstelle ging los. Bei seinem nächsten Lehrherrn in Büsum lernte er dann aus, aber unter schrecklichen Bedingungen.
1951 starb Opa in Stangheck an einem Schlaganfall im 74. Lebensjahr. Oma starb im Alter von 81 Jahren im Oktober 1955 an Angina pektoris. Sie lag längere Zeit wegen Altersschwäche zu Bett.
In Wollbach heiratet Fritz am 31. 7. 1954 Eva Mundt geb. am 27. 11. 1932 in Skottau. Peter und ich waren dabei, wie man sieht.
(...) Weihnachten 1956 besuchten sie uns in Schalkholz.
Inzwischen sind nun meine Söhne alle verheiratet.
Heinz am 26. 7. 1955: 1 Sohn + 2 Töchter.
Günter am 9. April 1963: 1 Tochter.
Peter am 6. April [1966]: ohne Kinder
Christians Schwester hat eine Tochter, Marta. Sie ist am 17. 12. 1931 geboren. Wann sie heiratete weiß ich nicht, aber ihr Sohn wird am 16. April 18 Jahre alt.
Hermann Ehlers, 4 Jahre alt

Opa und Marta 1950
1974 hat Heine das Haus um 1 Zimmer erweitert und für Marta ein großes Badezimmer gebaut. Das Altenteil erhielt einen Duschraum, Ölheizung ist im ganzen Haus.

1975 Onkel Heines 75. Geburtstag Marta, Heinrich Laboe [?], ich, Hermann, Heinrichs Frau, Onkel Heine, Tante Dora.
Kiel, den 1. Mai 1977.
M. Hansen
